Tarifwechsel

Beiträge sparen bei gleichen Leistungen

Experten-Tipp
Risikozuschläge prüfen

Der Tarifwechsel ist ein probates Mittel, um bei gleichen Leistungen (!) Beiträge zu sparen. Man kann auch auf Kosten der Leistung Beitragssenkungen erzielen, hiervon sollte jedoch nur im Notfall Gebrauch gemacht werden.

Warum?

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Je älter man wird, um so eher benötigt man einen guten Krankenversicherungsschutz, weil das eine oder andere Zipperlein mit dem Alter hinzukommt. Sie würden also genau dann auf Versicherungsschutz verzichten, wenn Sie ihn dringender benötigen. Deshalb sollte man mit dem Verzicht auf Leistungen eher zurückhaltend umgehen und dies nur reduzierenmachen, wenn man im Detail weiß, auf welche Leistungen man verzichtet.

Wie kann das funktionieren, bei gleichen Leistungen Beiträge zu sparen?

Zum Verständnis benötigt man zwei Informationen: Zum einen müssen die Versicherten in einem Tarif für die Kosten aufkommen, die in diesem Tarif entstehen. Das heißt, es besteht eine Schicksalsgemeinschaft der in einem Tarif versicherten Personen. Je mehr Kranke in einem solchen Tarif versichert sind, desto höher werden die Kosten und umso eher ist mit Beitragssteigerungen zu rechnen.

Zum anderen schließen Versicherer nach einigen Jahren ihre Krankenversicherungstarife. Diese werden manchmal nur 5, mitunter auch 10 oder 20 offen am Markt verkauft. Dann werden sie geschlossen. Das bedeutet, sie werden aktiv nicht mehr an junge Menschen verkauft. Und die Tarifgemeinschaft wird älter und älter… und muss deswegen immer mehr medizinische Leistungen in Anspruch nehmen.

Dies wiederum führt – neben den allgemein höher werdenden Kosten im Gesundheitswesen - zu Beitragssteigerungen, die jedes Jahr immer höher ausfallen.

Seit einigen Jahren kommt noch ein weiteres Moment hinzu, welches für Beitragssteigerungen sorgt: Auch die privaten Krankenversicherer legen ihr Geld am Kapitalmarkt an und können damit immer weniger Gewinne erzielen. So sind die Zinssätze, mit denen noch vor wenigen Jahren aufgelegte Tarife kalkuliert wurden, wesentlich höher als die tatsächlich erzielten Zinsen. Dadurch fehlt Geld, welches die Versicherer zur Deckung der Kosten einkalkuliert hatten. Sind die tatsächlichen Kosten höher als die kalkulierten, so muss der Versicherer eine Beitragserhöhung vornehmen…

Was passiert nun bei einem Tarifwechsel?

Sie versuchen, mit einem Tarifwechsel in einen Tarif zu gelangen, der eine geringere Kostenlast aufweist. Dies kann z.B. alleine dadurch der Fall sein, dass das Durchschnittsalter der in dem Tarif  Versicherten deutlich jünger ist als in dem Tarif, in dem Sie bislang versichert sind.

Wenn man solche Tarife gefunden hat, die vom Beitrag her günstiger sind als der bisherige Schutz, muss jetzt noch sichergestellt werden, dass man nicht auf Leistungen verzichtet, die man später dringend benötigt.

Hier gibt es Kardinalleistungen, auf die auf keinen Fall verzichtet werden sollte, aber auch weniger wichtige Leistungen, bei denen geklärt werden muss, ob diese Leistungen für Sie wichtig sind oder nicht.

Hier setzt unsere Beratungsleistung an und begleitet Sie sicher durch den Prozess des Tarifwechsels.

Unsere Leistung

Sie übermitteln uns eine aktuelle Beitragsrechnung, aus der die versicherten Tarife hervorgehen. Wir können dann softwaregestützt einsehen, welche Leistungen in diesem Tarif versichert sind.

In einem ersten Gespräch klären wir dann, ob Sie nur eine Beitragsabsenkung wünschen oder für Sie auch ein Verzicht auf Versicherungsschutz in Frage kommt.

Anhand dieser Informationen holen wir Angebote vom Versicherer für in der Regel zwischen 5 und 15 Alternativangebote ein. Die Auswahl der Alternativangebote wird bestimmt durch Ihren bisherigen Versicherungsschutz, Ihren Gesundheitszustand und Ihren Wunsch zur Versicherung von mehr oder weniger Leistungen als im bisherigen Tarif.

Diese Angebote werden von uns in Bezug auf Minderleistungen geprüft. Alle wesentlichen Minderleistungen werden dargestellt und bewertet, d.h. es wird konkret Stellung zu der Frage genommen, ob in einen Tarif nicht gewechselt werden sollte oder ob er als Wechseltarif in Frage kommt. Diese Bewertung – eine schriftliche Darstellung über 10 bis 20 Seiten – erhalten Sie als konkrete Basis für Ihre Entscheidung zum Tarifwechsel.

Nachfolgend finden Sie ein anonymisiertes Beispiel eines 75-jährigen Mandanten, der bei der Axa versichert ist: Bewertungsbeispiel Axa, Ausgangstarif Ecora 2600